25 Jahre Unabhängigkeit Sloweniens

25-years-of-independence-of-sloveniaIn diesen Tagen des Sommers 2016 feiert Slowenien den 25. Jahrestag der Unabhängigkeit.

Im September 1989 gab es die ersten demokratischen Wahlen in Slowenien. 1990 wurde die erste freie Parlamentswahl durchgeführt. Eine Einigung zwischen der neu gewählten Regierung Sloweniens mit der jugoslawischen Staatsführung scheiterte. Im Dezember 1990 fand ein Referendum über die Unabhängigkeit Sloweniens statt, welches von 88,2 % der Bevölkerung befürwortet wurde. Noch im Frühjahr versuchte Slowenien, sich mit der jugoslawischen Staatsführung zu einigen, jedoch ohne Erfolg.

Am 25. Juni 1991 erklärten sich Slowenien und Kroatien unabhängig. Es kam zu einem kurzen Krieg mit der jugoslawischen Volksarmee, dabei desertierten viele Soldaten auf der Seite Jugoslawiens, die Grenzübergänge konnten verteidigt und im Juli der Waffenstillstand beschlossen werden. 10 Tage dauerte dieser sogenannte Slowenienkrieg bzw. Slowenischer Unabhängigkeitskrieg. Er wurde mit dem Brioni-Abkommen beendet. Manche bezeichnen diesen Befreiungsschlag sogar als das Ende von Jugoslawien.

Zum Festakt im Jahr 2016 wurden Präsidenten aus etlichen Ländern eingeladen. Der Fernsehsender ARD schreibt auf seiner Internetseite, Slowenien gelte als EU-Musterschüler unter den Transformationsländern des Balkans. Die Privatisierung verlief gut und auch die Flüchtlingskrise hat das Land selbständig und ohne EU-Rettungsschirm in den Griff bekommen. Zu diesem Anlass gibt es 2016 eine 2-Euro Gedenkmünze „25 Jahre Unabhängigkeit Sloweniens“, die von der slowenischn Regierung ausgegeben wird.

Doch wie sieht es tatsächlich in dem unabhängigen Slowenien aus?

An zwei verschiedenen Tagen wird gefeiert. An dem ersten Tag werde mit den Staatsoberhäuptern der Nachbarländer gefeiert und am zweiten Tag für das Volk mit Reden, Fahnen und Militärmusik – so beschreibt es die Südwest Presse. Die politischen Lager seien verfeindet, die Menschen unzufrieden und die Helden von einst wöllten noch nicht einmal mehr zusammen feiern. Die Befreier von damals seien heute tief zerstritten. Überzogene Erwartungen an den Staat würden die Slowenen unzufrieden stimmen, erklärt der Psychoanalytiker der Nation: Vlado Miheljak. Und das, obwohl das Land eine ganz eigene wirtschaftliche Erfolgsgeschichte schreibt und für die nächsten Jahre stabile Wachstumsraten erwartet werden.

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