Beziehung zwischen Österreich und Slowenien

relationship-between-austria-and-slovenia„Povezava“ heißt Beziehung auf Slowenisch. Das Auswärtige Amt beschreibt die Beziehungen der beiden Länder als freundschaftlich und durch regen Besucheraustausch gekennzeichnet. Auch die Bewältigung der Flüchtlingskrise hatte keine negativen Auswirkungen auf das positive Verhältnis. Der Streitfaktor zweisprachiger Ortsschilder konnte mittlerweile beigelegt werden.

Durch den Eintritt Sloweniens 2006 in die Eurozone und 2007 in die Schengen Zone bekam der Handel zwischen den Nachbarländern einen Aufschwung. Es hat natürlich nicht nur Vorteile, sondern zum Teil auch Probleme gebracht, wie zum Beispiel mangelnde steuerliche Harmonisierungen und Lohndumping.

Ein kleiner geschichtlicher Rückblick auf die Doppelmonarchie Österreich-Ungarn (1867-1918), als ein Staat zwei gleichberechtigte Länder vereinte, dessen Oberhaupt der österreichische Kaiser war, zeigt die gemeinsamen Verknüpfungen und Geschichte. Historisch war die Beziehung der Staaten immer von Konflikten geprägt: Die Ermordung des Kaisers Franz und seiner Frau Sophie im Jahre 1914 während eines Staatsbesuches in Sarajewo – Bosnien führte schließlich zum 1. Weltkrieg.

Österreich wurde 1918 zur demokratischen Republik, während Slowenien ein Teil des neugegründeten Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen wurde. Dieses

war später unter dem Namen “Jugoslawien” bekannt.

Die Jahre um den 2. Weltkrieg waren dunkle Jahre voller Vertreibung, Verbrechen, Vergeltung und Rückschlägen zwischen Österreich und Slowenien. Ein gemeinsames Erinnern und Vergleichen der Sichtweisen kann schmerzhaft aber auch hilfreich sein.

1991 löste Slowenien sich aus diesem Staatenbund.

Aktuell droht den beiden Ländern ein Konflikt in Sachen Flüchtlingskrise. Anlass sei eine Rückführung von mehreren Flüchtlingen. Außerdem protestiert Slowenien gegen die österreichischen Grenzkontrollen. Ein grenzübergreifendes Kooperationsprogramm mit geförderten Projekten soll die Beziehungen zueinander wieder verbessern und stärken.

Es heißt “Interreg Slowenien-Österreich” soll bis ins Jahr 2020 andauern. Das operationelle Programm “Slowenien-Österreich 2007 – 2013” ist der Vorläufer des nun laufenden Kooperationsprogrammes. Die Europäische Union ist Mitbegründerin und Veranstalterin dieser Initiative.

Wirtschaftlich ist Österreich für Slowenien ein wertvoller Investor. Die Marke „Made in Austria“ sei dort bestens bekannt. Slowenien ist Spitzenreiter beim Pro-Kopf-Import österreichischer Waren – laut einem Wirtschaftsverlagsbericht aus dem Jahr 2014. Unter diesem Aspekt sind die beiden Länder wirtschaftlich betrachtet wichtige Kooperationspartner.

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